Verleger: KtoCzyta.pl
Franz Kafka
Ein nicht näher bezeichnetes Wesen hat unter der Erde ein weitverzweigtes labyrinthisches Netz von Gängen, Nebenplätzen und einem großen Hauptplatz geschaffen. Hier fühlt es sich im Gegensatz zu einem Leben in sinnloser Freiheit voller Gefahren sicher. Das Tier wird beherrscht von der Vorstellung, sich gegen einen wie auch immer gearteten Feind durch eine Optimierung des Baues schützen zu können. Allerdings gibt es zwei Bereiche des Baues, die ihm Sorgen machen: Der Burgplatz und der Eingang. Auf dem Burgplatz ist die Hauptmenge der Vorräte gelagert. Deren Verteilung scheint ihm aber ungünstig. Es sollten mehrere Burgplätze zur Verteilung der Vorräte vorhanden sein, aber das Tier sieht sich von der erforderlichen Bauarbeit überfordert. Der mit Moos bedeckte Eingang erlaubt kein unbemerktes Ein- und Aussteigen. Das Tier vollführt verschiedenste Prozeduren, wie Anlegen von Forschungsgräben und Zusatzgängen, beobachtet tagelang von aussen den Eingang. Es findet aber keine Lösung, die sein Sicherheitsbedürfnis befriedigen würde. Die Erzahlung handelt von der Verstrickung in die zwanghafte Beobachtung einer selbstgeschaffenen labyrinthartigen Anlage, die zunehmende Paranoia erzeugt.
Der beiden Quitzows letzte Fahrten
Karl May
Der beiden Quitzows letzte Fahrten. Historischer Roman aus der Jugendzeit des Hauses Hohenzollern von Karl May erschien von November 1876 bis Juni 1877 in der Zeitschrift Feierstunden am häuslichen Heerde und war die Fortsetzung des von Friedrich Axmann geschriebenen Romans Fürst und Junker. Der Roman spielt in den Jahren 1411 bis 1414, einer Zeit, in der der Burggraf Friedrich von Zollern im Auftrag des Kaisers die politischen Wirren und die damit verbundene Unsicherheit in der Mark Brandenburg zu beenden suchte. Die alteingesessenen Familien (hauptsächlich Quitzow, Holtzendorff und Gans von Putlitz) waren jedoch nicht bereit, sich ihm unterzuordnen...
Hans Dominik
Elias Montgomery. Kaum ein Bewohner der zivilisierten Welt, der ihn nicht kannte. Schon bei seinen Lebzeiten ein Sagenkreis um ihn. Elias Montgomery, der große Erfinder, dem es gelungen, das Problem der Atomenergie zu lösen. Die Atomenergie, jene riesenhafte, über alle Vorstellungen gewaltige Energiequelle, schon seit Jahrzehnten das höchste Ziel der Erfinder in allen Kulturstaaten der Welt. Aber der englische Erfinder Elias Montgomery stirbt. Drei islamische Reiche bedrohen Europa. Die einzige Hoffnung ist eine Erfindung des Magnaten und Erfinders Montgomery. Diese soll endlich die Atomenergie entfesseln können. Doch die Anleitung nahm der Erfinder mit ins Grab. Seine Erfindung, die durch Atomzertrümmerung ungeheure Energien gezielt freizusetzen vermag, wird auf Anlass des maurischen Kalifen Abdurrhaman, der bereits Spanien eingenommen hat, geraubt. Jetzt will er ganz Europa und droht, es ansonsten in eine brennende Hölle zu verwandeln. Bereits 1925, zwanzig Jahre vor Hiroshima, wagte der Autor einen visionären Ausblick auf die Gewalt, die politischen Auswirkungen und den Schrecken der Atomwaffen.
Edgar Wallace
Anthony Newton, der nach vielen Versuchen, nach dem Krieg wieder Fuß zu fassen, sein Auskommen mit Verbrechen verdient. Er hatte den Grundsatz, seine Räubereien auf möglichst höfliche Weise auszuführen. Nur einmal musste er davon abweichen, als er in das Haus des Millionärs Poltue einbricht und diesen erstochen in seinem Bett findet...
Edgar Wallace
John Pentridge verliert im Spielkasino von Monte Carlo große Summen und wird danach diskret aus dem Haus gewiesen. Heute abend habt ihr mich geschröpft, aber morgen bin ich wieder da und bringe genug Geld mit für große Einsätze! Tatsächlich gelingen ihm riesige Gewinne. Am selben Abend geschieht in Monte Carlo ein Mord. John Pentridge eilt nach London zum Pferde-Derby in Epsom...
Fjodor M. Dostojewski
Fjodor Michailowitsch Dostojewski gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Der Doppelgänger ist ein früher Höhepunkt von Dostojewskis literarischen Erkundungen der Seele und des Ichs. Ich bin nicht ich, sondern jemand ganz anderer, der mir verblüffend ähnlich ist zu dieser Einsicht gelangt der schüchterne Kanzleibeamte Goljadkin, als er eines Nachts seinem Doppelgänger gegenübersteht. Der verfolgt ihn überall hin und versucht, ihn aus allen Lebensbezirken zu verdrängen. Zwischen beiden beginnt ein grotesker, undurchschaubarer Kampf bis zum Wahnsinn. Da gerät Goljadkins Welt aus den Fugen.
Edgar Wallace
Jenny Miller reist nach London, um sich von ihrem Vermögensverwalter und Onkel Harry Selsbury Auskunft über ihre Finanzen einzufordern, ist ihr doch zu Ohren gekommen, dass ihr gesamtes Erbe veruntreut worden sei. Onkel Harry kann den Verdacht zwar widerlegen, benimmt sich jedoch ansonsten äußerst merkwürdig. Harry hat ein Verhältnis mit der verheirateten Germaine de la Roche und wird auf Schritt und Tritt von einem Privatdetektiv überwacht. Um diesem zu entkommen, wollen die beiden nach Ostende reisen. Durch den Detektiv erfährt Jenny unterdessen, dass Germaine Lockvogel für einen Verbrecher sein soll. Ein berüchtigter Verbrecher nimmt das Aussehen seiner Opfer an, um so ihre Bankkonten zu plündern. Bald nennt die Presse ihn den Doppelgänger.
Friedrich Gerstäcker
Friedrich Gerstäcker wurde am 10.05.1816 in Hamburg geboren. 1837 wanderte er nach Amerika aus, wo er ein abwechslungsreiches und abenteuerliches Leben als Matrose, Heizer, Jager, Farmer, Koch, Silberschmied, Holzfaller, Fabrikant und Hotelier fuhrte. 1843 kehrte Gerstacker nach Deutschland zuruck. In Deutschland nahm Gerstäcker regen Anteil am politischen Geschehen der 48er Jahre, er verlor seine geliebte Ehefrau und war Kriegsberichterstatter im Deutsch-Französichen Krieg. In Der Erbe schildert Gerstäcker welche Verwicklungen das Vertauschen zweier Kinder aus komplett verschiedenen sozialen Schichten nach sich ziehen kann.